Säfte von der Mosterei Fabelsaft aus Worpswede vor dem Barkenhoff. Foto: Worpsweder Museumsverbund

Fabelsaft aus Worpswede

Unser Erntedank-Wochenende  auf dem Barkenhoff wurde am 22.+23.09.2018 mit einem Ehrengast geschmacklich abgerundet. Die Mosterei Fabselsaft beehrte uns mit frisch gepressten Säften aus Äpfeln, Holunderbeeren und sogar Roter Beete – was die beeindruckende Farbigkeit erklärt. Wir haben uns auf jeden Fall sehr über den köstlichen Gast gefreut. Manchmal muss es eben nicht nur etwas für die Augen, sondern auch für den Gaumen sein. Wir erwähnen die Mosterei Fabelsaft mit einem kleinen Hintergedanken: Aktuell sind wir noch fleißig auf der Suche nach Apfelbaumpaten für das Projekt von Antje Majewski. Die erste Pflanzung soll am 31.10.2018 zusammen mit der Künstlerin und dem […]

Streetart in Worpswede

»[anders] leben« lautet das Motto in der Worpsweder Kunsthalle. Der Fokus der Ausstellungsstation liegt dabei auf der Zukunft Worpswedes. Wo im Künstlerdorf hängen eigentlich die Jugendlichen ab? Gibt es überhaupt spezielle Orte für junge Leute? Antworten darauf liefert einer von insgesamt 13 Nebenwegen der RWTH Aachen. Die Architekturstudentin Paula Zacharias hat zum Thema »Jugenddorf Worpswede« geforscht: Zu den Hotspots gehört – neben der Eisdiele – auch der Innenhof zwischen der Kunsthalle und der Tourist-Information. Klare Pluspunkte: Sitzgelegenheiten und freies Wlan! Diesem Platz haben wir unsere Aufmerksamkeit gewidmet. Wir wollten Bildung & Vermittlung mal [anders] denken. Eine Biene als neues Wahrzeichen für […]

Warum die Arbeiten von Andrea Wolfensberger uns alle etwas angehen

Torfhocke, Sphagnum, Klimaproxy lauten die Titel der drei Arbeiten von Andrea Wolfensberger, die im Innen- und Außenraum der Großen Kunstschau zu finden sind. Eine Schale mit Moos, eine Wand aus Torf und ein Tisch? Was hat es mit dieser Worpsweder Trilogie auf sich? Die Arbeiten sind eine Hommage der Künstlerin an das Teufelsmoor, das die Landschaft und die Menschen dieser Gegend zutiefst geprägt hat. Das Jahr 2018 markiert das Ende des Torfabbaus. Die letzten Abbaugebiete werden gewässert und renaturiert. Der größte Teil der ehemaligen Moorlandschaft bleibt jedoch ungewässertes Landwirtschaftsgebiet. MOORE: Unsere größten CO2-Speicher Heute weiß man, dass Moore wichtige CO2-Speicher […]

Einblick in die Ausstellungssektion »[anders] leben« in der Worpsweder Kunsthalle, im Vordergrund »erfinderische Analysen« von Studierenden der Architekturtheorie an der RWTH Aachen zum Thema Das ideale Atelier Foto: © David Hecker/Worpsweder Museumsverbund

»Ein ideales Atelier«

                            Mehr als einhundert Jahre zurück liegt die Blütezeit Worpswedes: einer der berühmtesten Künstlerkolonien Deutschland – damals wohl ein Ort der Sehnsucht, zugleich aber auch des künstlerischen Schaffens und des sozialen Experiments, in dem Alltag, Kunst und Gemeinschaft neu miteinander ins Verhältnis gesetzt wurden. Heute pilgern jährlich 250.000 Touristen in die Ortschaft, die 30 km nördlich von Bremen liegt, mit nur 9000 Einwohnern. Mit dem Projekt wird Worpswede zunächst als ein Ort durch Recherchen und Feldstudien analysiert und sodann ein Atelier für eine bestimmte Handwerkssparte anhand von […]

Studierende der Architekturtheorie an der RWTH Aachen mit ihrem Universitätsprofessor Axel Sowa in der Ausstellungssektion »[anders] leben« in der Worpsweder Kunsthalle Foto: © David Hecker/Worpsweder Museumsverbund

Gäste in Worpswede – Die RWTH Aachen als Teil von »Kaleidoskop Worpswede«

Nicht nur unsere Bienen bringen Leben in die Ausstellung. An vielen kleinen und großen Stellen lud »Kaleidoskop Worpswede« Gäste ein. Künstlerinnen und Künstler aus allen erdenklichen Dimensionen, aber auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. In diesem Fall beehren Studierende der Architekturtheorie an der RWTH Aachen unter der Leitung ihres Universitätsprofessors Axel Sowa die Worpsweder Kunsthalle. Und was gab es zu erforschen? Zweimal besuchten sie das Künstlerdorf Worpswede für eine arbeitsintensive Woche – zunächst in den Künstlerhäusern Worpswede und anschließend im Kreativen Haus. Dabei beschäftigten sie sich zum einen mit unterschiedlichen Entwürfen eines »idealen Ateliers«, ein immerwährendes Thema in der lebendigen Künstlerkolonie. Zum anderen […]

Olaf Nicolai Maisons des Abeilles, 2002 (Entwürfe für zeitgenössische Bienenhäuser) Entwurf Sauerbruch Hutton Ausstellungsansicht hinter der Großen Kunstschau 2018 © courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin/ VG Bild-Kunst, Bonn 2018 Foto: © Worpsweder Museumsverbund

Vorsicht Stechgefahr – Wenn die Ausstellung zum Leben erwacht

Ob Kunst lebendig ist, darüber lässt sich im Angesicht eines jeden Kunstwerks häufig streiten. In diesem Fall ist es jedoch eindeutig. Ja, sie lebt! Oder vielmehr: Sie wurde belebt. In der Ausstellungssektion »[anders] wahrnehmen« von »Kaleidoskop Worpswede« wird das Publikum verführt. Verführt, einen neuen, ungewohnten Blick auf bekannte Orte zu werfen. Mit diesem Ziel wurden an unterschiedlichen Plätzen im Künstlerort Kunstwerke im Außenraum installiert. Schöner Wohnen für die Kleinsten Architekten planen Häuser, Straßenzüge und mit Glück dürfen sie auch mal ganze Städte bauen. Aber welcher Architekt kann schon von sich behaupten, er habe bereits für ein ganzes Volk gebaut? 2002 bat […]

»Worpsweder Nebenwege«

Mythen erweisen sich als äußerst beständig. Weder sozialer Wandel noch technischer Fortschritt kann ihnen etwas anhaben. So verhält es sich auch mit dem »Mythos Worpswede«. Die Bilder und Erzählungen vom Ort, seinen Mooren, seinem Klima, seiner Siedlungsgeschichte, seinen Bauten, seiner Künstlerinnen und Künstler haben sich zu einem feinen Gewebe verdichtet, dessen genaue Struktur und Kontur keiner kennt. Die »Worpsweder Nebenwege« fragen: Was hat es mit diesem Mythos auf sich? Zu welchen Vorstellungen und Hoffnungen gibt er Anlass? Welchen Einfluss hat er auf unsere Wahrnehmung? Wie verhält sich ein aufgeklärtes modernes Wesen gegenüber dem Mythos? Diese und ähnliche Fragen stellten sich […]

Hollywood dreht achten Teil der Transformers-Serie in Worpswede!

Das könnte man meinen, wenn man der Tage über unseren beschaulichen Dorfplatz schlendert – Vor allem, wenn man dabei war, als das »Cocobello«  auf dem Schwertransporter anrollte und sich von Zauberhand entfaltete, anwuchs und von da an jeden Blick in der Bergstraße einfing. Das »Cocobello« ist eine mobile Ausstellungsarchitektur des Münchener Künstlers Peter Haimerl. In seinem Inneren finden die Fotografien des Worpsweder Künstlers Rüdiger Lubricht unter dem Titel »Bilder eines Dorfes (heute) – Worpswede 2018« Platz. Warum das »Cocobello« in Wopswede gastiert Als Teil von »Kaleidoskop Worpswede« nimmt der Blickfang in der Bergstraße eine wichtige Funktion ein. Im Untertitel zur Ausstellung […]

Äpfel auf dem Barkenhoff, Foto: © Worpsweder Museumsverbund

Antje Majewski und Paweł Freisler

Als Heinrich Vogeler nach dem Ende des ersten Weltkriegs auf seinen Barkenhoff zurückkehrte, hatte der einstige Mitbegründer der Künstlerkolonie nicht nur politisch, sondern auch künstlerisch einen Wandel durchlebt. Die Ära des Jugendstils war vorüber. Seine Jugendstilvilla öffnete er für eine Kommune im Sinne einer Lebens- und Arbeitsgemeinschaft und der einst so lustvolle Künstlergarten musste einem Kartoffelacker, Tomatenterrassen und Streuobstwiesen weichen. Apfelbäume schmückten fortan das Gelände. Landschaftsbau und Ökologie zählten zu den neuen Interessen des einstigen Jugendstilkünstlers. Heute lässt sich diese große Umbruchzeit auf dem Barkenhoff nur noch erahnen. Der Künstlergarten wurde aufwendig rekonstruiert – ein großer Apfelbaum empfängt die Besucher […]

Antje Majewski auf der Barkenhoff-Treppe, Foto: © Worpsweder Museumsverbund

Antje Majewski sucht Paten für Apfelbäume in Worpswede!

Wussten Sie, dass es rund 11.000 Apfelsorten gibt? Der Handel vertreibt heutzutage nur noch sehr wenige Sorten, die sich durchgesetzt haben. Doch wissen Sie, woher unser Apfel eigentlich stammt? Äpfel stammen ursprünglich aus Kasachstan vom Asiatischen Wildapfel (dem Malus sieversii) ab – der Mutter aller Äpfel, wenn man so will. Für mehr Biodiversität Einen Wurm im Apfel findet man heutzutage höchstens noch im eigenen Garten. Doch welchen Preis zahlen wir eigentlich für unser makelloses Obst? Sogar Bioäpfel werden bis zu 30 Mal gespritzt. Durch die Überzüchtung der Apfelsorten und die Vernachlässigung älterer weniger süß schmeckender Sorten, fehlen dem Lieblingsobst der […]

Das Binenhaus von Heinrich Vogeler war lange unerforscht

Unerforscht. Das Bienenhaus

Unter dem Motto »Unerforscht. Das Bienenhaus« fand Ende August 2016 ein dreitägiges Kurzfilmseminar zum ehemaligen Bienenhaus auf dem Barkenhoff in Kooperation mit dem Jugendwerk der AWO Bremerhaven und Radio Weser.TV statt. 18 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren haben sich anhand verschiedener Fragestellungen mit dem heute nicht mehr existierenden Bau intensiv auseinandergesetzt.